Satan

Apr 11, 2021

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Satanspilz (Rubroboletus satanas)

Die Theosophin Helena Blavatsky (1831 -1891) hatte zu Satan ein recht freundliches Bild: Der Name bedeute auf Hebräisch  „Gegner“ oder „Widersacher“. Er sei folglich eine Personifikation der unvermeidlichen ausgleichenden Kräfte, die in der Natur existieren müssen: Der Schatten, an dem wir Licht erkennen, die Nacht, die die Tage trennt, die Kälte, ohne die wir keinen Sinn für Wärme haben. Dieses Bild gefällt mir; ich schließe mich ihr an.
Satans-Röhrling   ↑ (Robroboletus satanas).  Foto: Peter Stenzel

Eine grausenvolle Nacht.

„Es war eine bange, grausenvolle Nacht.“  So die niedergeschriebene Erkenntnis von Harald Othmar Lenz nach einem Satanspilz-Mahl anno 1830.
Besser gesagt: zu diesem Zeitpunkt wusste er ja noch gar nicht, welchen Pilz er gegessen hatte. Er beschrieb ihn schließlich erst ein Jahr später. Den Namen gab er ihm aufgrund seiner Erfahrung mit dem pilzlichen Abendmahl.  Die muss sich indes wahrlich diabolisch angefühlt haben. Dabei verursacht der Satanspilz allenfalls das Zwei- Schlüssel-Syndrom. Unter dem Strich: Im Zweifel einfach wieder raus mit dem unverträglichen Gemüse und gut ist. 

Ein weiterer Satanspilz ist → Sphaerospora diaboli
Weshalb Joseph Velenovský dem leuchtend roten Schlauchpilz mit den braunen Haaren so einen diabolischen Namen gegeben hat, geht aus seiner Originaldignose allerdings nicht hervor. Es kann vermutet werden, dass er die Farbe mit einem roten Teufel assoziiert hat.
Heute hört der Pilz auf den Namen Scutellinia diaboli. Foto: Fredi Kasparek

Champignons

Begriffserklärung
Scutellinia (lat.): kleiner Schild, von scutella, gewölbter Rundschild.

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