Amanita muscaria (Fliegenpilz)

Mrz 29, 2021

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Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Der berühmte rote Pilz mit den weißen Tupfen erscheint von Juli bis November in Nadel- und Laubwäldern, häufig auch bei einzelnen Birken oder Fichten im Gras, gern auf sandigen Böden. Nicht selten kommt er in Scharen an. Er kann allemal bis zu 15 cm ø groß werden. Zwar ist er giftig, aber zum Ausgleich fungiert er darüber hinaus als Glückspilz.

Beide Fotos zeigen den Fliegenpilz (Amanita muscaria); das untere ein schon etwas betagtes Modell.

Wie giftig ist er eigentlich?

Von notfalls essbar über giftig bis Intensivstation und sogar Endmöbel reichen die Speisewertangaben in der Literatur. Im Bemühen herauszufinden, was davon stimmt, habe ich (KM) die Huthaut abgezogen und aus dem Rest Pilzbuttergemacht. Gut, ein bißchen sportlicher Stuhlgang war die Folge, aber nicht dramatisch.

Im Gegensatz dazu hatte mein Halbdackel, der unbedingt mitessen wollte, danach ein Problem mit der cerebralen Niveauregulierung und die Höhe der beiden Treppenstufen ins Haus falsch eingeschätzt.
Er ist auf dem Weg nach oben statt mit den Beinen mit der Schnauze auf der Stufe aufgekommen. 15 ist er geworden.

Ansonsten pflichte ich Walter Pätzold bei, der 1998 im TV erläuterte, dass der Fliegenpilz essbar ist, wenn man ihn 2 x abkocht, das Kochwasser  wegschüttet und  die Huthaut zuvor entfernt. Ich habe mir das VHS-Band damals aus gegebenem Anlass besorgt. Es ist noch da, aber kein Gerät mehr, um es abzuspielen.

Alter Fliegenpilz

Volksnamen (kleine Auswahl)

D: erstens Muckenpfiffer, zweitens Narrenschwamm und drittens hundert weitere Namen. engl. Fly agaric, frz. Grapaudin roux, Oriol fol, span. Matamoscas, ferner Oronja falsa,  ital.  Ovolo malefico, isl. Berserkjasveppur, rum. Bureţi pestriţi, türk. Sinek Mantarı, tschech. Muchomůrka červená, japan. Benitengutake u.v.w.

Begriffserklärung
muscaria: Fliegen betreffend, von lat. musca = Fliege. Siehe auch Muscarin

 

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