Neolentinus lepideus (Schuppiger Sägeblättling)

Apr 1, 2021

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Schuppiger Sägeblättling (Neoentinus_lepideus)

Der zähfleischige Pilz besiedelt bevorzugt die Kiefer. Er geht auch auch an Fichte und Lärche; nur sehr selten verirr er sich an Laubholz. Auf verbautem Holz wie zum Beispiel an Eisenbahnschwellen kann er  indessen in Scharen auftreten. Er gilt als bedeutender Holzzerstörer. Er richtet auch in Gebäuden, in feuchten Räumen sowie  in Kellern Schäden an. 
Schuppiger Sägeblättling (Lentinus lepideus). Beide Fotos der Seite: Wilhelm Schulz

Ein eingerollter Rand zu Beginn,

und so bleibt der auch eine ganze Weile. Dann aber wird der zuerst gewölbte Hut zusehends flacher. Zuletzt ist er verbogen oder leicht trichterig mit hochgeschlagenen Rändern. Das Fleisch ist ebenso zäh wie kompakt. Die Oberfläche ist auf weißockerlichem Grund mit haselbraunen, anliegenden Schuppen bedeckt. Diese können auch zusammen hängen, so dass der dann felderig zerrissen aussieht. Die Lamellen  sind gelblichweiß, später flecken sie bräunlich. Sie stehen mäßig entfernt, sind dünn, bauchig und haben darüber hinaus grob schartige Schneiden. Sie laufen am Stiel etwas herab. Der Stiel ist zentral bis exzentrisch, zylindrisch, voll, fest und obendrein zäh. Er ist dem Hut gleichfarbig, zur Basis bräunlich, zuweilen sogar recht dunkel. Geruch und Geschmack nach Apfel oder Perubalsam. Sporenpulver: weiß

Schuppiger Sägeblättling (Neolentinus Lepidus)

Begriffserklärung
lepideus: schuppig oder grobschuppig.  

Volksnamen
Englisch: Train-wrecker; Norwegisch: Svillesopp; Schwedisch: Syllsvamp. Alle drei Namen bezeichnen einen Pilz auf Eisenbahnschwellen.

In Bergwerken kommt er ebenfalls vor. Bei Lichtmangel entstehen dort geweihartige, sterile Dunkelformen. Im Wald hingegen wächst er zerstreut an Stümpfen. Dies besonders an nicht zu feuchten Stellen. Er erzeugt überdies eine Braunfäule im Holz.

Ein weiterer Sägeblättling mit recht ähnlichem Aussehen ist der Getigerte Sägeblättling (Lentinus tigrinus). Er wächst an Laubholz. Seine Hüte sind weißgrundig. Die Hutbekleidung ist eher faserig-haarig als schuppig; zudem sind die Haarbüschelchen schwarz.

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