Birkenporling

Mai 3, 2021

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Birkenporling (Fomitopsis betulina)

Der Birkenporling ist ein einjähriger, halbkreis- bis nierenförmiger Fruchtkörper, der nahezu ausschließlich an toten Birken wächst. Nachdem der Pilz ihn als Parasit zu Lebzeiten der Birke durch einen Aststummel oder eine sonstige Wunde geentert hatte, Wächst er als Saprobiont weiter. Er erzeugt im Holz eine kräftige Braunfäule.

Der Birkenporling ist als Tee (Frk. in Würfel geschnitten 10 Min auskochen und dann abseihern) gut für den Magen, obwohl man noch keine anerkannt medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe darin gefunden hat. Aber das muss im Grunde genommen ja nichts heißen. Ötzi wird schließlich gewusst haben, warum er den Pilz mit sich herumgeschleppt hat.

 

Gebratene Birkenporlinge

Probieren Sie unbedingt besser nicht das folgende Rezept:
5 mm dicke Scheiben von jungen Birkenporlingen in neutralem Öl anbraten, salzen sowie pfeffern. Danach mit reichlich gehackter Petersilie bestreuen und auf Tellern anrichten. Anschließend kosten. Darauf hin in den Mixer geben und pürieren. Zuletzt unter ständigem Rühren in den Ausguss befördern. Grund: Ungenießbar. Es war halt ein Versuch.

Falls die Illustration nicht sichtbar ist: Bild-URL

Die Briten nennen den Pilz Razorstrop Fungus, also „Rasiermesser-Pilz“, weil man damit Messer abziehen kann. Ähnlich machen es die Norweger und sagen Knivkjuke – Messerpilz – dazu.

Weitere Begriffe:

  • betulinus (a, um) zur Birke (Betula) gehörend
  • Birkenporling (Fomitopsis betulina; Synonym Piptoporus betulinus) niederl. Berkezwam, finn. Pökkelökääpä.
  • Fomitopsis: Einem Zunderschwamm (Fomes) ähnlich.
  • Piptoporus: „abfallender Porling“, von gr. piptein = fallen, abfallen und gr. poroi = Poren, weil der Porling einjährig ist und danach abfällt, im Gegensatz zu mehrjährigen Porlingen. Diese wachsen am Baum weiter und bilden neue Porenschichten.

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