Nacidas

Apr 8, 2021

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Gelbliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon obtextus)

Der Pilz ist ein Bewohner sandiger sowie trockener Kiefernwälder. Er lebt gleichwohl in Symbiose mit Kiefern. Seine Fruchtkörper bildet er übrigens unterirdisch. In Teilen Spaniens wird er gerne als Speisepilz verwendet. So zum Beispiel auf der Insel La Palma.
Hier ↑ die Gelbliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon obtextus) als nestartige Anhäufung im Kiefernwald.

Der Pilz in diversen Reifestadien

Am Schluß ist das Innere (die Gleba) olivbraun. Sie wird zunehmend weich und zerfließt schließlich. Dabei entwickelt sie einen üblen Jauchegestank, gegen den die Stinkmorchel (Phallus impudicus) wie eine blumig-frische Duftkreation von Jil Sander anmutet.
Durch dieses Merkmal lässt sich der Pilz sehr einfach bestimmen. Er kommt auch in Deutschland vor.
Von → dieser Gruppe ist freilich nur der linke Fruchtkörper essbar.

Beide Fotos: Harry Andersson

Gelbliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon obtextus)

Für manche Pilzsucher sei es der einzige Pilz, den sie ohne Angst vor einer Pilzvergiftung essen würden.
So hört man es beispielsweise von Bewohnern der Kanarischen Inseln. Sie nennen diese Bauchpilze mit der olivgelblichen Haut „Nacidas“. Die Rede ist von der Gelblichen Wurzeltrüffel (Rhizopogon obtextus). Der Basidiomyzet wächst dort massenhaft unter Kanarenkiefer (Pinus canariensis). Das tut er auf allen Kanareninseln, soweit es auf denen Kiefernwälder gibt (Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, El Hierro).

Kulinarischer Tipp dazu: Die kartoffelähnlichen Knollen schneidet man in millimeterdünne Scheibchen. Dann brät man sie mit ebenso fein geschnittenem geräucherten Bauchspeck. Zum Schluß bestreut man sie mit fein gehackter Petersilie. Auf Wunsach kann man noch etwas Zitrone darüber tröpfeln.   

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