Pleurotus ostreatus (Austernseitling)

Mrz 29, 2021

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Austern-Seitling (Pleurotus ostreatus

Der Austernseitling ist ein echter Winterpilz. Dessen Fruktifikation setzt erst ein, wenn ihm knackige Minustemperaturen den Impuls dazu geben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzarten sporuliert er auch unter winterlichen Bedingungen. Sein Stoffwechsel ist sogar noch aktiv, wenn die Welt ringsum mit Schnee bedeckt ist.  Foto: Peter Stenzel 

Austernseitling in Flaschenkultur

 

In Bild rechts wachsen Austernseitlinge auf ausgeklügeltem Schüttubstrat aus Sägespänen und Zuschlagstoffen in weithalsigen Kunststoffflaschen. Diese Methode der Kultivierung erlaubt eine saubere Ernte der Fruchtkörper. Im Bild sind zwei Flaschen mit Pilzen unterschiedlichen Reifegrades zu sehen. Die Zusammensetzung des Substrates ist selbstverständlich ein wohl gehütetes Betriebsgeheimnis das Pilzzüchters.
Foto und Kultur: Walter Haidvogel, Pilz-Kultur.at

Winterkahle Bäume kommen seinem hohen Lichtbedarf entgegen.

In der Natur wächst der Austernseitling von Oktober bis März vorzugsweise an Rotbuche. Gleichwohl kommt er auch an vielen anderen Bäumen vor. Der Pilz ist ein Weißfäuleerreger mit hohem Lichtbedarf während der Fruktifikation. Da kommt es ihm gerade recht, wenn die Bäume im Winter unbelaubt sind.

Begrifflichkeiten
ostreatus: (a, um, lat.) zur Auster gehörend, von ostra = Auster
Pleurotus: „Rippenohr“, von gr. pleuron = Rippe, Körperseite sowie 
gr. ous, Gen. otos = Ohr. Das bezieht sich auf die ohrmuschelförmigen Fruchtkörper mit dem exzentrischen Stiel. Der ist  durch die weit herablaufenden Lamellen in aller Regel gerippt.

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