Craterellus cornucopioides (Totentrompete)

Mai 2, 2021

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Totentrompete (Craterellus cornucopioides)

Die Totentrompete (Craterellus cornucopioides, Synonym: Cantharellus cornucopioides) wird auch Herbsttrompete genannt. Sie erscheint von September bis November bei Buchen auf kalkhaltigen, zumindest aber basischen Böden. Sie wird 4 – 7 cm ø groß und erreicht eine Höhe bis 10 cm. Der Pilz ist ortshäufig und in manchen Jahren sogar ein Massenpilz. Dann kann er wieder jahrelang ausbleiben.

Die Fruchtkörper sind füllhornförmig mit nach außen umgeschlagenen, oft weißgesäumten Rändern. Die Innenseite ist schwarz oder dunkelgrau. Dazu ist sie kahl oder eingewachsen-faserig und glänzend. Die Außenseite ist heller grau, mitunter auch auch gelbgrau sowie matt und runzelig, Die schwach ausgebildeten Leisten gehen indes übergangslos in den Stiel über. Das Fleisch ist sowohl dünn als auch lederig-zäh. Der Pilz riecht unauffällig, sein Geschmack ist mild. Der Sporenabdruck ist weiß. Foto: Marco Gebert

Sein kleiner Verwandter

Die Totentrompete – auch Schwarzrecherl – hat so markante Merkmale, daß sie eigentlich nicht zu verwechseln ist. Hat man den düsteren, vor dem dunklen Waldboden ziemlich unauffälligen Pilz erst einmal entdeckt, kann man gelegentlich Mengen davon finden. Dann kann man sich einen Vorrat trocknen, was alldieweil die beste Konservierungsmethode für diesen Pilzz ist. Er ist ein ausgezeichneter, aromatischer Speisepilz.

Zu verwechseln wäre er allenfalls mit dem Grauen Leistling  Craterellus cinereus, Der wächst zeitgleich am selben Standort und ist ein ähnlich düsterer Geselle. Meistens bleibt er allerdings kleiner. Dafür hat er eine ausgeprägter leistenförmige Fruchtschicht.
Foto: Alfred Adomat

Grauer Leistling (Craterellus cinereus)

Begriffe:

  • atra: schwarz
  • cinereus (a, um): aschgrau, von cinis, Gen. cineris = Asche.
  • cornucopioides: einem Füllhorn ähnlich, von gr. cornu und gr. copia = Überfluß, Fülle sowie gr. –oeides = ähnlich. Cornucopia ist in der griechischen Mythologie das unter die Sterne versetzte Horn der Ziege Amaltheia, Sinnbild für Fülle, Überfluss und Fruchtbarkeit.

 

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