Zahn

Mrz 27, 2021

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Gezähnter Reibeisenpilz (Radulomyces molaris)

Ein Zahn ist ein knöchernes Gebilde in der Mundhöhle, sozusagen Teil der Möblierung des Esszimmers. Zähne dienen zum Reißen von Beute und zum Zerkleinern von Nahrung. Sie sind bei manchen menschlichen Individuuen mit Haaren bewachsen. Ein Steiler Zahn ist mehrheitlich weiblich, ein Eiterzahn pocht und der Säbelzahntiger ist gefährlich. 

Pilze können auch Zähne zeigen. Etwa der  ↑ Gezähnte Reibeisenpilz (Radulomyces molaris). Foto: Fredi Kasparek

Lamellen wie Sägeblätter

In der Pilzkunde weisen Zähne – bzw. Namen, die Zähne bezeichnen oder beschreiben – meistens auf eine  irgendwie zahnförmige, gezähnte oder auch stachelige Fruchtschicht hin.

Am Beispiel des Laubholz-Knäuelings (Panus conchatus) wird das an der Form der Lamellen deutlich: Sie sehen aus wie ein Sägeblatt.

Der zähfleischige Pilz heißt wegen eines seiner Lieblingssubstrate Substrate auch Birken-Knäueling. Veränderlicher Knäueling heißt er auch, weil er von hell graubeige – wie hier  im Bild – bis violett gefärbt sein kann.
Das Foto →  ist von Wilhelm Schulz

Birken-Knäueling (Panus conchatus)

Und der Haifisch, der hat Zähne…

… und die trägt er im Gesicht… So sang Wolfgang Sauer in den 60ern über Mackie Messer.  Hilde Knef tat es ihm in den 70ern nach. Der Reibeisenpilz hat auch eine Menge davon, aber die sind eher weich. Der ganze Pilz ist ein wachsweicher Softie. Er bildet Überzüge an Laubholz. Es kommt erschwerend hinzu, dass er weder selten noch essbar ist.

Begriffe
conchatus (a, um, lat.), muschelartig, muschelförmig, von concha, Muschel
Zahn auf auswärts:  lat. dens; gr. odoús, dónti, engl. tooth; ital. dente; span. diente; frz. dent; dän./niederl. tand; estn./finn. hammas; ung. fog; isl. tönn; norw. tann; swed. tand.

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