Parasol Riesenschirmling Macrolepiota procera

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Speisepilz des Jahres 2017 ist der Parasol

Speisepilz des Jahres 2017 ist der Gemeine Riesenschirmpilz oder Parasol (Macrolepiota procera).
Der Pilz ist einer der besten Speisepilze. Sein Hut erreicht eine Größe von bis zu 35 cm ø und er kann bis zu 30 cm hoch werden. 

Riesenschirmling, Parasol, Macrolepiota procera

Gemeiner Riesenschirmling, Parasol Macrolepiota procera Foto: Marco Gebert

Fotos zur Auswahl in 300 dpi zum freien Abdruck:

Parasol Foto: Marco Gebert Parasol Parasol

 Parasol Foto: Wilhelm Schulz Prasol, Ring Parasole jung Parasole jung, Paukenschlegel

Parasol ist spanisch und bedeutet "Sonnenschirm". Tatsächlich hat der von Juli bis November erscheinende Pilz eine gewisse Ähnlichkeit mit einigen der Schirmen, die an Spaniens Stränden die Urlauber vor Sonnenbrand schützen sollen. Es ist fast müßig, eine detaillierte Beschreibung der imposanten Pilzgestalt zu geben; mit seinem gebuckelten, bis zu 35 cm ø großen, schuppigen Hut, dem genatterten Stiel und dem großen, beweglichen, sogar roh essbaren Ring ist er eine der markantesten Gestalten in der Blätterpilzwelt. Paniert und gebraten ist er eine Delikatesse ohnegleichen.

Er wächst in Wäldern und auf Wiesen gleichermaßen, gerne auch auf Freiflächen, auf denen zuvor Bäume gestanden hatten.
Häufig findet man, oft sogar unmittelbar in seiner Gesellschaft, auch seinen wesentlich kleineren, ansonsten ähnlichen Verwandten, den Sternschuppigen Riesenschirmpilz Macrolepiota konradii. Er ist ebenfalls essbar und gut. Wobei man Riesenschirmlinge allerdings stets braten, aber nicht kochen sollte.

Vorsicht ist lediglich geboten bei derben, grobschollig bedeckten Riesenexemplaren mit breiter, scharf gerandeter, sandbedeckter Stielknolle und rötlich anlaufendem Fleisch. Dieser wächst auf oder am Rand von Komposthaufen oder an anderen stark gedüngten Stellen. Das könnte dann der magen-darm-giftige Garten-­Safranschirmpilz Chlorophyllum brunneum sein. Ernsthafte Vergiftungen mit bleibendem Schäden wären bei einer Verwechslung nach den bisherigen Erfahrungen bei ansonsten gesunden Menschen aber kaum zu befürchten.


Volksnamen des Parasols:

Deutsch: Gugermukken, Riesenschirmpilz, Schulmeisterpilz, Eulchen, Großer Schirmling, Natterstieliger Schirmling, Recheschirmpilz, Schiebling.
Englisch: Parasol, Field Parasol.
Französisch: Grande lépiote, Lépiote élevée, Champignon de bergère, Coulevrée, Coulemelle, Parasol, Couleuvrée, Chevalier bagué, Demoiselle, Lépiote élevée, Agaric couleuvré badrelle, Baguette de tambour, Boutarot, Brugairol, Brugaizello, Baugasse, Brugasson, Bruguet bruguet, Capella, Capellon, Champignon à bague, Chic à bague, Cluseau, Cloroße, ClorosonCoche, Cocherelle, Cogomelos, Coimelle, Coleaurelle, Colemelle, Columelle, Columbette, Clonas, Clounare, Commerre, Cguemelle, Couamelle, Coumelle, Couleuvrée, Couleuvrelle, Coulmotte, Coulse, Cournet, Cusné, Cune, Escargoule, Escumelle, Filleule, Goimelle, Gmelle, Golmotte, Gousné, Grande coulumelle, Grande lépiote, Grisette, Grisotte, Madalena, Mord de red, Moussar, Nez de chat, Ombrella, Oumbrelo, Padre, Paumelle, Penchinado, Potiron à bague, Poturon, Guioul d'ase, Saint-Martino, Saint-Michel, San-Miquel, SanMartino, Vertet de josserand.
Niederländisch: Grote parasolzwam.
Dänisch: Stor parasolhat,.
Norwegisch: Stor parasollsopp.
Schwedisch: Stolt fjällskivling.
Finnisch: Ukonsieni.
Spanisch: Parasol, Apagador, Galamperna, Paloma, Maneta, Cogomella, Apagallums, Zarrota, Patela de mel, Choumelo, Mayor, Choupin, Monxos, Frades, Roco, Galamperna, Paraguas Cogoma, Pota d'ase, Galipierna, Matacandelas cerrote, Choupí, Patamela, Frade, Monxo.
Italienisch: Bubbola maggiore, Cappellino, Funci campagnoli, Funciu i nipitedda, Mazza di tamburo, Parasole, Tobbia, Gambe secche, Chiodini dei prati, Parasole, Ombrellone, cucamela
Portugiesisch: Míscaro-da-terra.
Ungarisch: Nagy õzlábgomba.
Slowakisch: Bedla vysoká.
Slowenisch: Orja¹ki de¾nik.
Serbisch: Sunèanica.
Rumänisch: Pãlãria ªarpelui, Buretele ªerpesc, Parasolul.
Tschechisch: Bedla vysoká.
Polnisch: Czubajka kania, m.
Lettisch: Lielā di¾sardzene, Lielo di¾sardzeni, Di¾ā saulsardzene.
Litauisch: Skėtinė stambia¾vynė.
Estnisch: Suur sirmik.
Isländisch: Apagallums.
Türkisch: Turna Bacağı, ªemsiye Mantarı, Þemsiye mantarý.
Wallonisch: Grande coulemèle Lépiote élevée.
Japanisch: Karakasa Take





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Parasol Macrolepiota_procera

Gemeiner Riesenschirmling, Parasol
Macrolepiota procera,
Hutunterseite mit Ring
Foto: Wilhelm Schulz


Nachstehend drei Rezepte mit Parasolen aus "Cook mal Pilze!"
Parasole im Würfelbett

Parasole im Würfelbett

Einzelfotos dazu: http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Wuerfelbett_1.jpg
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Parasole

Schirmringe à la Calamares

Einzelfotos dazu:
http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Schirmringe_2.jpg
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http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Schirmringe_6a.jpg
http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Schirmringe_10a.jpg
 

Einzelfotos zu der Pilzblume unten:
http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Pilzblume_1.jpg
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http://pilztag.de/Downloads/Parasol/Pilzblume_5.jpg
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Wussten Sie....
dass man aus den ansonsten kaum verwendbaren Schirmpilzstielen ein vortreffliches Pilzmehl machen kann?
Man schneidet dazu die Stiele  quer in 0,5 - 1 cm große Stücke und trocknet sie, bis sie rascheldürr sind. Dann kann man sie in einer ausgedienten Kaffee- oder Getreidemühle zu Mehl vermahlen. Mit dem so gewonnenen Pulver kann man Saucen verfeinern oder Klößchen und Füllungen daraus bereiten.


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